Die kurze Antwort zuerst: Das deutsche Studienjahr hat zwei Semester. Das Wintersemester läuft vom 1. Oktober bis 31. März, das Sommersemester vom 1. April bis 30. September. Vorlesungen gibt es nur in einem Teil davon: im Winter von Mitte Oktober bis Anfang Februar, im Sommer von Mitte April bis Mitte Juli. Die Klausuren liegen in den Wochen direkt danach, und viele Fächer bieten kurz vor dem nächsten Semester einen zweiten Termin an. Dazwischen liegt die vorlesungsfreie Zeit, und die heißt absichtlich nicht Ferien. Rückmeldung, BAföG und Abschlussarbeiten haben eigene Fristen, die auf keinem Stundenplan stehen.
Jeder Termin unten kommt von einer veröffentlichten Seite der genannten Universität, mit Bundesland. Schau in deinen eigenen Kalender, bevor du etwas einträgst. Die Daten werden angepasst, und das KIT und Mannheim zeigen, wie weit eine Universität vom Muster abweichen kann.
Wie sieht das deutsche Studienjahr aus?
Das Semester und die Vorlesungszeit sind zwei verschiedene Dinge. Die Uni Heidelberg (Baden-Württemberg) beschreibt den Rahmen: Das Wintersemester beginnt am 1. Oktober und endet am 31. März, das Sommersemester beginnt am 1. April und endet am 30. September. Die TUM (Bayern) veröffentlicht dasselbe in ihrem Rundschreiben zum Studienjahr 2026/27. Innerhalb dieser sechs Monate liegt die Vorlesungszeit, und die ist kürzer, als Erstsemester denken. Die LMU München (Bayern) schreibt, die Vorlesungszeit des Wintersemesters beträgt 17, die des Sommersemesters 14 Kalenderwochen, abzüglich Weihnachten, Pfingsten und Feiertagen.
| Universität (Bundesland) | Vorlesungszeit Wintersemester 2026/27 | Weihnachtspause | Vorlesungszeit Sommersemester 2027 |
|---|---|---|---|
| LMU München (Bayern) | 12. Oktober 2026 bis 5. Februar 2027 | 24. Dezember bis 6. Januar | 12. April bis 16. Juli 2027 |
| TUM (Bayern) | 12. Oktober 2026 bis 5. Februar 2027 | 24. Dezember bis 6. Januar | 12. April bis 16. Juli 2027 |
| FU Berlin (Berlin) | 12. Oktober 2026 bis 13. Februar 2027 | 21. Dezember bis 2. Januar | ab 12. April 2027 |
| Uni Köln (NRW) | 12. Oktober 2026 bis 5. Februar 2027 | 23. Dezember bis 6. Januar | 5. April bis 16. Juli 2027 |
| RWTH Aachen (NRW) | 12. Oktober 2026 bis 5. Februar 2027 | 23. Dezember bis 5. Januar | 5. April bis 16. Juli 2027 |
| Uni Münster (NRW) | 12. Oktober 2026 bis 5. Februar 2027 | 23. Dezember bis 6. Januar | 5. April bis 16. Juli 2027 |
| Uni Hamburg (Hamburg) | 12. Oktober 2026 bis 30. Januar 2027 | 20. Dezember bis 3. Januar | 5. April bis 16. Juli 2027 |
| Uni Heidelberg (BW) | 12. Oktober 2026 bis 6. Februar 2027 | 21. Dezember bis 6. Januar | 12. April bis 24. Juli 2027 |
| KIT (BW) | 26. Oktober 2026 bis 20. Februar 2027 | 24. Dezember bis 6. Januar | 19. April bis 31. Juli 2027 |
| Uni Mannheim (BW) | 7. September bis 11. Dezember 2026 | Semesterende 31. Januar | 15. Februar bis 4. Juni 2027 |
Zwei Dinge fallen auf. Fast alle beginnen am selben Montag, dem 12. Oktober 2026. Und das Ende ist verschieden: Hamburg hört am 30. Januar auf, die FU Berlin erst am 13. Februar, das KIT am 20. Februar.
Nordrhein-Westfalen: ein Termin für alle Universitäten
In Nordrhein-Westfalen legt das Wissenschaftsministerium die Vorlesungszeiten für alle Universitäten gemeinsam fest, deshalb sind Köln, Aachen und Münster deckungsgleich. Die Liste des Ministeriums reicht bis 2030: Wintersemester 2027/28 vom 11. Oktober 2027 bis 4. Februar 2028, Sommersemester 2028 vom 17. April bis 28. Juli 2028. Fachhochschulen und Kunsthochschulen haben eigene Termine. Wer in NRW studiert, kann den Kalender Jahre im Voraus planen.
Bayern und Baden-Württemberg: dieses Jahr gleich, im Sommer anders
Bayern liegt 2026/27 mit dem Wintersemester auf dem Termin der anderen. Der Unterschied zeigt sich im Sommer: LMU und TUM beginnen erst am 12. April 2027 und enden am 16. Juli, in Nordrhein-Westfalen und Hamburg läuft das Sommersemester vom 5. April bis 16. Juli. Die TUM listet für 2027 Osterferien vom 25. bis 30. März und Pfingstferien vom 15. bis 18. Mai.
Baden-Württemberg ist uneinheitlich. Heidelberg beginnt am 12. Oktober und geht bis 6. Februar, im Sommer vom 12. April bis 24. Juli, und hat seine Vorlesungszeiten bis zum Sommersemester 2030 festgelegt. Das KIT beginnt zwei Wochen später, am 26. Oktober, und prüft entsprechend später. Die Uni Mannheim (Baden-Württemberg) hat ein internationales Jahr: Herbst-/Wintersemester vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027 mit Vorlesungen vom 7. September bis 11. Dezember, Frühjahrs-/Sommersemester vom 1. Februar bis 31. Juli 2027 mit Vorlesungen vom 15. Februar bis 4. Juni. Wer nach Mannheim geht, lernt schon im September, wenn die anderen noch frei haben.
Wann sind die Prüfungsphasen?
Direkt nach der letzten Vorlesungswoche. Es gibt keine feste Lernwoche dazwischen und keine zentralen Termine für die ganze Universität. Jede Fakultät legt ihre Klausuren selbst.
| Universität (Bundesland) | Erster Termin | Zweiter Termin |
|---|---|---|
| Uni Münster, Wirtschaftswissenschaften (NRW) | 8. bis 26. Februar 2027, vorgezogen 16. bis 22. Dezember 2026 | im Sommersemester |
| Uni Münster, Prüfungsamt I, Bachelor (NRW) | Block 8. bis 19. Februar 2027 | weiterer Block 5. bis 9. Oktober 2026, vor Vorlesungsbeginn |
| Uni Hamburg, Volkswirtschaftslehre (Hamburg) | 1. bis 12. Februar 2027 | 15. bis 25. März 2027 |
| Uni Mannheim (BW) | 10. bis 22. Dezember 2026 | 6. bis 13. Februar 2027 |
| Uni Mannheim, Sommersemester (BW) | 7. bis 19. Juni 2027 | 28. August bis 4. September 2027 |
Die Details:
- Uni Münster. Das Prüfungsamt der Wirtschaftswissenschaften setzt die regulären Prüfungen vom 8. bis 26. Februar 2027 an, die vorgezogenen vom 16. bis 22. Dezember 2026. Angemeldet wird vom 26. Oktober bis 15. Dezember 2026. Das Prüfungsamt I nennt für den Bachelor einen Block vom 5. bis 9. Oktober 2026 mit Anmeldefrist 13. August und einen Block vom 8. bis 19. Februar 2027 mit Anmeldefrist 3. Dezember. Die Anmeldung für die Februar-Klausuren schließt also vor Weihnachten.
- Uni Hamburg. Das Studienbüro Volkswirtschaftslehre nennt den ersten Prüfungszeitraum vom 1. bis 12. Februar 2027 und den zweiten vom 15. bis 25. März 2027. An- und Abmeldung in STiNE bis 72 Stunden vor dem Termin.
- Uni Mannheim. Prüfungszeit vom 10. bis 22. Dezember 2026, also noch in der Vorlesungszeit der anderen, und Zweittermin vom 6. bis 13. Februar 2027. Im Frühjahrssemester Prüfungen vom 7. bis 19. Juni und Zweittermin vom 28. August bis 4. September 2027, kurz vor dem nächsten Semesterstart.
- TUM. Die School of Natural Sciences schreibt für Physik, Wiederholungsprüfungen finden am Ende der vorlesungsfreien Zeit statt, der Bescheid liegt oft erst im folgenden Semester vor.
Der zweite Termin ist der Grund, warum die vorlesungsfreie Zeit keine Ferien sind. Wer im Februar eine Klausur nicht besteht, schreibt im März oder April die Wiederholung, und die zählt als Versuch. Wie Versuche, Atteste und die Notenskala funktionieren, steht in so funktionieren Prüfungen an deutschen Unis.
Wie viel Zeit zwischen Vorlesung und Klausur liegt
In Münster endet die Vorlesungszeit am Freitag, dem 5. Februar 2027, und die Klausuren beginnen am Montag, dem 8. Februar. Ein Wochenende. In Hamburg endet die Vorlesungszeit am 30. Januar, die Prüfungen beginnen am 1. Februar. Auch ein Wochenende. Keine dieser Lücken reicht, um ein Modul von vorn zu lernen. Sie reichen für Altklausuren unter Zeit und einen letzten Durchgang. Das Lernen passiert in den Vorlesungswochen oder gar nicht.
Was ist die Rückmeldung, und was kostet das Semester?
Die Rückmeldung ist der Moment, in dem du der Universität sagst, dass du weiterstudierst, und das tust du, indem du den Semesterbeitrag überweist. Die Frist liegt oft noch im laufenden Semester, und wer sie verpasst, fliegt. Die LMU schreibt wörtlich: Studierende, die sich nicht fristgerecht rückmelden, werden mit Wirkung zum Ende des laufenden Semesters exmatrikuliert.
| Universität (Bundesland) | Rückmeldung zum Wintersemester 2026/27 | Rückmeldung zum Sommersemester 2027 |
|---|---|---|
| LMU München (Bayern) | bis 13. Juli 2026 | noch nicht veröffentlicht |
| FU Berlin (Berlin) | bis 17. Juli 2026 | bis 12. Februar 2027 |
| RWTH Aachen (NRW) | 15. Juni bis 1. September 2026 | 11. Januar bis 1. März 2027 |
| KIT (BW) | 1. Juli bis 15. August | 15. Januar bis 15. Februar |
| Uni Heidelberg (BW) | 15. Juni bis 15. Juli | 15. Januar bis 15. Februar |
| Uni Münster (NRW) | in der zweiten Hälfte des Semesters | in der zweiten Hälfte des Semesters |
Der Semesterbeitrag ist keine Studiengebühr. Er geht an das Studierendenwerk, die Studierendenschaft und den Nahverkehr. Die Uni Köln (Nordrhein-Westfalen) schlüsselt ihn auf: 355,65 Euro im Wintersemester 2026/27, davon 226,80 Euro Deutschland-Semesterticket, 110 Euro Kölner Studierendenwerk, 13,25 Euro AStA, 3,60 Euro Fachschaften und 2 Euro Studierendensport. Im Sommersemester 2026 waren es noch 335,65 Euro. Die LMU verlangt zum Wintersemester 2026/27 97 Euro, weil der Semesterticketvertrag und damit der Solidarbeitrag bis auf Weiteres ausgesetzt sind. Der Unterschied zwischen beiden ist das Ticket.
Das Deutschlandsemesterticket
Das Deutschlandsemesterticket ist das Deutschlandticket für Studierende, bezahlt über den Semesterbeitrag, gültig bundesweit im Nahverkehr und nicht im Fernverkehr. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr nennt den Preis: 34,80 Euro im Monat, 208,80 Euro im Semester, und ab dem Wintersemester 2026/27 37,80 Euro, weil die Verkehrsministerkonferenz das reguläre Deutschlandticket zum 1. Januar 2026 auf 63 Euro angehoben hat. Sechs mal 37,80 Euro sind die 226,80 Euro, die Köln im Beitrag ausweist.
Wie passt BAföG in den Kalender?
BAföG ist an die Regelstudienzeit gebunden, und das macht es zu einem Kalenderthema. Die Sätze gelten seit dem 1. August 2024: Studierende, die nicht bei den Eltern wohnen, bekommen bis zu 855 Euro, mit Zuschlag für Kranken- und Pflegeversicherung bis zu 992 Euro. Wer bei den Eltern wohnt, bekommt 534 oder 671 Euro. Ein individueller Bedarf wird nicht berücksichtigt. Die Hälfte ist Zuschuss, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen.
Die Fristen, die du kennen musst, stehen auf bafög.de:
- Förderungshöchstdauer. Gefördert wird grundsätzlich bis zum Erreichen der Förderungshöchstdauer, und die entspricht der Regelstudienzeit. Sechs Semester Bachelor sind sechs Semester BAföG. Wer länger braucht, kann einmalig ein Flexibilitätssemester beantragen.
- Leistungsnachweis nach dem vierten Semester. Ab dem fünften Semester musst du nachweisen, dass du im Plan bist: durch eine bestandene Zwischenprüfung, eine Bescheinigung der Hochschule über die üblichen Leistungen oder die Zahl der erreichten ECTS-Punkte. Das Formblatt 5 stellt dein Prüfungsamt aus. Lass es dir früh geben, nicht in der Woche, in der die Zahlung ausbleibt.
- Antragsmonat. Geld gibt es ab dem Monat der Antragstellung, für die Monate davor nichts. Der Antrag gehört in den Oktober.
- Hinzuverdienst. BAföG-Geförderte dürfen bis zur Minijobgrenze hinzuverdienen, und die liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 603 Euro im Monat.
Und eine Änderung, die noch nicht Gesetz ist: Das Bundeskabinett hat am 12. August 2026 beschlossen, den Leistungsnachweis ab dem fünften Fachsemester zum 1. April 2027 abzuschaffen, die Wohnkostenpauschale zum selben Datum von 380 auf 440 Euro anzuheben und den Bedarfssatz zum Wintersemester 2027/28 auf 503 Euro und 2029 auf 563 Euro zu erhöhen. Das Ministerium schreibt selbst, dass Bundestag und Bundesrat noch beraten müssen. Bis dahin gilt die alte Regel.
Was ist die Regelstudienzeit, und wann sind Abschlussarbeiten fällig?
Die Regelstudienzeit ist die Zahl der Semester, in der ein Studiengang laut Prüfungsordnung abgeschlossen werden kann. Die Musterrechtsverordnung der Kultusministerkonferenz vom 21. November 2024 sagt: sechs, sieben oder acht Semester im Bachelor, mindestens drei Jahre, und nicht weniger als 180 Leistungspunkte, im Master vier, drei oder zwei Semester. RWTH Aachen und TUM setzen den Bachelor auf sechs bis acht Semester, die FU Berlin auf mindestens drei und höchstens vier Jahre. Für BAföG ist das die Förderdauer, und in vielen Prüfungsordnungen die Frist, an der Studienfortschrittskontrollen hängen.
Abschlussarbeiten stehen nirgends im Semesterkalender, weil die Frist mit deiner Anmeldung beginnt. Die Muster:
- RWTH Aachen. Die Bearbeitungszeit für die Bachelorarbeit beträgt in der Regel studienbegleitend höchstens drei Monate, für die Masterarbeit höchstens sechs Monate. Die Aufgabenstellung kann nur einmal und nur im ersten Monat zurückgegeben werden.
- Uni Köln, Lehramt. Zwölf Wochen ab Zulassung, 12 der 180 Leistungspunkte, Verlängerung nur aus schwerwiegenden Gründen und nur vor Ablauf der Frist, Abgabe digital als eine PDF mit eidesstattlicher Versicherung.
- Uni Münster, Wirtschaftswissenschaften. Anmeldung ab 120 Leistungspunkten, zwölf Wochen studienbegleitend oder sechs Wochen in Vollzeit.
- Uni Bonn, Lehramt. Mindestens 48 Leistungspunkte im Fach, höchstens fünf Monate, eine nicht bestandene Arbeit kann einmal wiederholt werden.
- TUM. Bachelor's Thesis 6 bis 12 Credits, Master's Thesis 30.
Die Rechnung für das sechste Semester: Wer die Arbeit im April anmeldet, gibt bei drei Monaten Anfang Juli ab, mitten in der letzten Klausurphase. Wer sie im Februar anmeldet, hat im Mai Ruhe für die Klausuren. Das ist eine Entscheidung, die du im Januar triffst.
Was passiert in der Erstsemesterwoche?
Die Woche vor Vorlesungsbeginn gehört den Erstsemestern, unter verschiedenen Namen: O-Woche, O-Phase, Orientierungseinheit, Einführungsveranstaltung. Die Termine 2026:
- Uni Köln. Erstsemesterbegrüßung am 12. Oktober 2026 um 9 Uhr in der Aula, am ersten Vorlesungstag.
- Uni Münster. Zentrale Erstsemesterbegrüßung am 7. Oktober 2026 im Preußenstadion, anschließend Erstsemestermesse. Die Wirtschaftswissenschaften halten ihre O-Woche vom 5. bis 9. Oktober, die Chemie legt einen Mathematik-Vorkurs vom 28. September bis 2. Oktober davor.
- LMU München. O-Phasen etwa in Informatik, Mathematik und Physik vom 7. bis 9. Oktober, dazu am 8. Oktober die Veranstaltung „Mission 1. Semester“ mit Tipps zur Stundenplangestaltung.
- TUM. Welcome@TUM am 12. Oktober 2026 ab 15 Uhr, danach sollen an diesem Tag keine Veranstaltungen für Erstsemester stattfinden.
- Uni Hamburg. Welcome Week vom 28. September bis 2. Oktober 2026, zentrale Begrüßung am 9. Oktober, die Orientierungseinheiten der Fächer werden im August und September veröffentlicht.
Es ist die einzige ruhige Woche, die du bekommst. Nutze sie für das, was nichts mit dem Abendprogramm zu tun hat: das Modulhandbuch für jedes Modul öffnen und Prüfungsform und Punkte notieren, die Semestertermine und die Fristen des Prüfungsamts in den Kalender übertragen, und die Dozierenden fragen, ob du Vorlesungen aufnehmen darfst. Wie du fragst und was gilt, steht in Vorlesungen aufzeichnen in Deutschland.
Wie sieht das Semester Woche für Woche aus?
Ein Plan, der auf den Terminen steht statt auf guten Vorsätzen.
- Woche 1, ab 12. Oktober. Einmal einrichten. Modulhandbuch, Punkte, Prüfungsformen, Anmeldezeiträume, Rückmeldefrist, BAföG-Antrag, alles auf eine Seite. Dann die Gewohnheit beginnen, jede Vorlesung innerhalb eines Tages in drei oder vier Fragen zu verwandeln, solange die Wochen noch ruhig sind.
- Woche 6, Mitte November. Anhalten und prüfen. Welche Module hast du jede Woche nachbereitet, welche schleppst du mit? Schreib die Antwort auf. In Münster schließt die Klausuranmeldung am 3. beziehungsweise 15. Dezember, und die Anmeldung ist die Entscheidung, welche Versuche du in diesem Semester riskierst.
- Die Weihnachtspause, 23. oder 24. Dezember bis 6. Januar. Zwei Wochen ohne neue Vorlesungen. Kein Lernblock, sondern ein Wechsel: von Fragen schreiben zu Fragen beantworten, aus dem Gedächtnis, in wachsenden Abständen. Das ist Spaced Repetition, und es ist der Grund, warum das Wochenende zwischen Vorlesungsende und Klausur in Münster ausreicht. Mannheim hat da schon Prüfungszeit.
- Die letzten drei Wochen vor der Prüfungsphase, ab Mitte Januar. Hier häufen sich Abgaben, und Hausarbeiten bringen Punkte ohne Klausursaal. Schütze sie. In den Klausurmodulen: Altklausuren unter Zeit. Wer jetzt mit dem ersten Lesen anfängt, hat den Kalender verloren.
- Die Prüfungsphase, Februar. Zwei bis drei Wochen Klausuren. Zwischen den Terminen nur die schwachen Stellen, nichts Neues.
- Die vorlesungsfreie Zeit, März. Erst die Wiederholungsklausuren, in Hamburg vom 15. bis 25. März. Dann die Rückmeldung, an der RWTH bis 1. März, am KIT bis 15. Februar. Dann erst Pause, und die beste Verwendung einer echten Pause ist nichts.
- April. Das Sommersemester beginnt am 5. oder 12. April, bevor alle Noten da sind. Bau es auf deiner eigenen Liste auf, was schlecht lief, nicht auf einer Note, die du noch nicht hast.
- Juli bis September. Vorlesungsende am 16. Juli, dann Klausuren, dann der zweite Termin, in Mannheim bis 4. September. Entscheide Anfang Juli, ob der Sommer frei ist oder eine Wiederholung enthält, und bau das Material, solange die Vorlesung frisch ist.
Wer neu ist und vom Abitur oder aus der Ausbildung kommt, für den ist die Art, wie das Jahr bewertet wird, genauso wichtig wie die Daten: Vom Abitur ins erste Semester erklärt diese Seite. Druck den Kalender deiner Universität aus, markiere Prüfungsphasen, Anmeldefristen, Rückmeldung und den zweiten Termin, und du hast den Rahmen für das Jahr.
Wo Notibo hineinpasst
Der Teil dieses Plans, der zuerst bricht, ist das Nachbereiten, meist um Woche sieben, wenn sich die Vorlesungen schneller stapeln als die Abende. Notibo nimmt eine Vorlesung auf oder nimmt eine hochgeladene Audiodatei und liefert Transkript, strukturierte Notizen und Karteikarten mit Spaced Repetition, damit diese Arbeit nicht mit den Hausarbeiten konkurriert. Wie die Vorlesungsnotizen aufgebaut sind, zeigt die Funktionsseite. Aus PDF, PPTX und DOCX macht es ebenfalls Notizen und Karteikarten. Es arbeitet in 89 Sprachen, Deutsch ist voll unterstützt. Der kostenlose Tarif enthält 30 Aufnahmeminuten im Monat. Pro kostet 9,99 Euro im Monat mit sieben Tagen Probezeit im Monatsabo oder 99,99 Euro im Jahr. Uploads sind auf 50 MB begrenzt, lange Aufnahmen werden auf dem Handy in 30-Minuten-Dateien geteilt und zu einem Transkript zusammengefügt. Die Dateien liegen in der EU bei Supabase in Frankfurt, Transkription und KI-Notizen laufen bei US-Anbietern auf Grundlage von Standardvertragsklauseln. Eine Vorlesung aufzunehmen braucht die Erlaubnis der Lehrperson. Frag in Woche eins.