Die kurze Antwort zuerst: Ein deutscher Bachelor wird Modul für Modul geprüft. Du sammelst 30 Leistungspunkte pro Semester, jedes Modul endet mit einer eigenen Prüfung, und die Form steht im Modulhandbuch. Bestanden ist ab 4,0, die Skala läuft von 1,0 bis 4,0 in Schritten von 0,3, darunter kommt nur noch 5,0. Fällst du durch, hast du je nach Universität einen bis drei weitere Versuche. Ist der letzte weg, verlierst du den Prüfungsanspruch, und zwar für dieses Fach an jeder staatlichen Universität in Deutschland. Prüfungen liegen meist in den zwei bis drei Wochen nach dem Ende der Vorlesungszeit, also im Februar und im Juli. Wer im Februar mit dem ersten Lesen anfängt, hat den Kalender schon gegen sich.
Jede Regel unten stammt von einer namentlich genannten Universität mit Bundesland. Deine eigene Prüfungsordnung kann im Detail abweichen, und das Detail ist das, was einen Versuch kostet.
Wie ist ein deutscher Bachelor aufgebaut?
Wer vom Abitur kommt, merkt zuerst, dass es keine große Prüfung am Ende mehr gibt. Das Studium besteht aus Modulen, und jedes wird für sich geprüft und benotet. Was sich sonst ändert, steht in vom Abitur ins erste Semester.
- Ein Semester sind 30 Leistungspunkte. Die Musterrechtsverordnung der Kultusministerkonferenz vom 21. November 2024, nach der alle Studiengänge akkreditiert werden, legt fest: Je Semester sind in der Regel 30 Leistungspunkte zu Grunde zu legen, und ein Leistungspunkt entspricht einer Gesamtarbeitsleistung im Präsenz- und Selbststudium von 25 bis höchstens 30 Zeitstunden. Die TUM (Bayern) rechnet in § 7 ihrer Allgemeinen Prüfungs- und Studienordnung mit 30 Stunden je Credit, die FU Berlin in § 10 ihrer Rahmenordnung ebenfalls, die RWTH Aachen (Nordrhein-Westfalen) mit etwa 30 Stunden je CP.
- Ein Bachelor sind 180 Punkte in sechs Semestern. Die Musterrechtsverordnung verlangt nicht weniger als 180 Leistungspunkte bei sechs bis acht Semestern Regelstudienzeit. RWTH und TUM schreiben dasselbe.
- Ein Modul, eine Prüfung. Die RWTH sagt, Module sind in der Regel mit nur einer Prüfung abzuschließen. Die TUM strebt höchstens sechs Modulprüfungen pro Fachsemester an.
Die Punktzahl ist die wichtigste Zahl auf deinem Stundenplan. Ein Modul mit neun Punkten ist für 225 bis 270 Stunden gebaut, eines mit drei Punkten für ein Drittel davon. Gib ihnen Zeit im selben Verhältnis, nicht nach der Zahl der Vorlesungen.
Die Stunde mit Prüfungsordnung und Modulhandbuch
Zwei Dokumente bestimmen alles. Die Prüfungsordnung ist die Satzung: Versuche, Fristen, Noten, Rücktritt, Täuschung. Das Modulhandbuch beschreibt jedes Modul: Lernziele, Leistungspunkte, Prüfungsform, Zulassungsvoraussetzungen. Die RWTH schreibt, die in Prüfungsordnungen oder Modulhandbüchern formulierten Lernziele müssen erreicht und durch die vorgesehenen Prüfungsleistungen abgeprüft werden können. Die Prüfung ist also an die Lernziele gebunden, und die kannst du nachlesen.
Nimm dir in der ersten Woche eine Stunde dafür:
- Schreib für jedes Modul die Prüfungsform und die Punkte auf.
- Schreib auf, ob es Studienleistungen als Zulassungsvoraussetzung gibt, etwa Übungsblätter oder ein Referat.
- Such die Paragraphen zu Wiederholung, Rücktritt und Attest und notiere die Fristen.
- Such den Anmeldezeitraum für Prüfungen beim Prüfungsamt.
- Alles auf eine Seite, nach Datum sortiert.
Welche Prüfungsformen gibt es?
Das Modulhandbuch benutzt Begriffe, die verändern, was Vorbereitung heißt.
- Klausur. Schriftlich, im Raum, an einem festen Termin. Die TUM legt in § 12 fest, dass Klausuren mindestens 60 und höchstens 180 Minuten dauern und dass die zugelassenen Hilfsmittel mindestens vier Wochen vorher bekannt gegeben werden.
- Mündliche Prüfung. An der TUM mit mindestens einem Prüfenden und einem fachkundigen Beisitzer. Die RWTH beschreibt den Zweck: zeigen, dass du die Zusammenhänge des Prüfungsgebiets erkennst und Fragestellungen einordnen kannst.
- Hausarbeit. Eine schriftliche Arbeit mit Abgabefrist. Sie fühlt sich weniger nach Prüfung an als eine Klausur, zählt aber Punkte und unterliegt dem Täuschungsparagraphen.
- Referat, Portfolio, Praktikumsbericht. Die Typologie des Historischen Seminars der Goethe-Universität Frankfurt (Hessen) nennt als Leistungsnachweis für Seminare Referat und Hausarbeit oder ein Portfolio, für das Schulpraktikum einen Praktikumsbericht.
- Studienleistung. Keine Note, nur bestanden oder nicht bestanden. Ein Modul mit Studienleistung ist laut TUM nur bestanden, wenn auch die Studienleistung bestanden ist. Am KIT (Baden-Württemberg) können Studienleistungen mehrfach wiederholt werden, Prüfungsleistungen nicht.
Wie meldest du dich an, und wie kommst du wieder heraus?
Ohne Anmeldung keine Prüfung. Die TUM warnt, für beinahe alle Studiengänge gelten Meldefristen, und versäumte Fristen können zum endgültigen Nichtbestehen führen. Die Zeiträume sind verschieden: An der LMU München (Bayern) läuft die Prüfungsanmeldung der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften im Wintersemester 2026/27 vom 7. bis 22. Januar 2027, die Abmeldung für die meisten Studiengänge vom 9. Oktober 2026 bis 3. Januar 2027. Das Prüfungsamt der Wirtschaftswissenschaften der Uni Münster (Nordrhein-Westfalen) nimmt reguläre Anmeldungen vom 26. Oktober bis 15. Dezember 2026 an.
Wieder herauskommen ist der Punkt, an dem Leute Versuche verlieren. Die RWTH erlaubt in § 15 ihrer Übergreifenden Prüfungsordnung die Abmeldung bis drei Werktage vor dem Prüfungstermin, ohne Grund. Am KIT kannst du die Anmeldung zu schriftlichen Prüfungen ohne Angabe von Gründen bis zur Ausgabe der Prüfungsaufgaben widerrufen, online bis 24 Uhr des Vortags, bei mündlichen Prüfungen drei Werktage vorher. Der Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der FU Berlin (Berlin) setzt die Grenze auf zwei Wochen vor dem Termin. Wer die Frist verpasst und nicht erscheint, bekommt eine 5,0. So steht es in § 15 der RWTH und in § 19 der FU-Rahmenordnung.
Krank am Prüfungstag
Alle sind sich einig, dass du sofort handeln musst. Die Fristen und die Anforderungen an das Attest sind verschieden.
- RWTH Aachen. Atteste müssen spätestens am dritten Werktag nach dem jeweiligen Prüfungstermin im Zentralen Prüfungsamt vorliegen, eingeholt in der Regel am Tag der Prüfung. Das Attest muss die Prüfungsunfähigkeit ausdrücklich bescheinigen, eine einfache Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung reicht nicht. Ein verspätetes Attest gilt als Antrag auf nachträglichen Rücktritt, über den der Prüfungsausschuss entscheidet.
- Uni Bonn (Nordrhein-Westfalen). Das Bonner Zentrum für Lehrerbildung verlangt eine umgehende Meldung per E-Mail und die ärztliche Bescheinigung spätestens am dritten Tag nach der Prüfung. Wer während der Prüfung krank wird, muss das vor Beendigung der Prüfung anzeigen. Grundsätzlich ist kein Rücktritt nachträglich möglich.
- Uni Köln (Nordrhein-Westfalen). Das Justitiariat stellt klar: Ein privatärztliches Attest ist grundsätzlich ausreichend, und die Hochschule darf nach § 63 Abs. 7 des Hochschulgesetzes NRW keine Diagnose, Prognose oder Symptome anfordern.
- TUM. Anders als in Nordrhein-Westfalen soll das Attest konkrete Symptome oder funktionale Einschränkungen nennen sowie Beginn und erwartetes Ende. Ob Prüfungsunfähigkeit vorliegt, entscheidet der Prüfungsausschuss.
Die praktische Regel: Am Prüfungstag zum Arzt, am selben Tag eine E-Mail ans Prüfungsamt, das Attest innerhalb von drei Werktagen abgeben. Alles danach ist ein Antrag, kein Recht.
Wie funktioniert die Notenskala?
Fünf Notenstufen mit Zwischenwerten. Die Bezeichnungen und ihre Bedeutungen sind an TUM, RWTH und KIT wörtlich gleich.
| Note | Bezeichnung | Bedeutung laut TUM und RWTH |
|---|---|---|
| 1,0 und 1,3 | sehr gut | eine hervorragende Leistung |
| 1,7, 2,0 und 2,3 | gut | eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt |
| 2,7, 3,0 und 3,3 | befriedigend | eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht |
| 3,7 und 4,0 | ausreichend | eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen entspricht |
| 5,0 | nicht ausreichend | eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt |
Die Zuordnung der Zwischenwerte stammt aus der Rahmenordnung des KIT. Dort steht auch, warum es keine 4,7 gibt: Eine Abstufung ist nicht sinnvoll, wenn das Ergebnis in beiden Fällen nicht bestanden lautet. Die RWTH schließt 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 ausdrücklich aus. Bei der Mittelung mehrerer Noten wird an TUM und RWTH nur die erste Stelle nach dem Komma berücksichtigt, ohne Rundung.
Wer an der RWTH alle Modulprüfungen innerhalb der Regelstudienzeit abschließt, bekommt nach § 10 Abs. 12 Modulnoten im Umfang von 5 bis 30 CP gestrichen. Das ist die einzige Stelle, an der Tempo direkt in die Note eingeht.
Freiversuch: nur, wo er steht
Ein Freiversuch ist ein zusätzlicher Prüfungsversuch, und er ist keine allgemeine Regel. Die Uni Potsdam (Brandenburg) beschreibt zwei Arten: Im ersten Fachsemester gelten erstmals nicht bestandene Prüfungen als nicht unternommen. Und einzelne Studiengänge sehen einen Freiversuch zur Notenverbesserung oder bei Nichtbestehen vor, wenn die Prüfung in der Regelstudienzeit abgelegt wurde, höchstens einmal je Modul, angezeigt innerhalb von 14 Kalendertagen nach der Note. Potsdam schreibt ausdrücklich: Ohne entsprechende Regelung existiert kein Freiversuch. In den Ordnungen von TUM, RWTH und KIT kommt das Wort nicht vor.
Wie oft darfst du wiederholen, und was heißt endgültig nicht bestanden?
Das ist die Regel, die Erstsemester am häufigsten überrascht, weil die Schule keine Obergrenze hatte. Und hier liegen die Universitäten am weitesten auseinander.
| Universität (Bundesland) | Versuche je Prüfung | Besonderheit |
|---|---|---|
| RWTH Aachen (NRW) | drei | nach der zweiten Wiederholungsklausur auf Antrag eine mündliche Ergänzungsprüfung, Ergebnis 4,0 oder 5,0 |
| Uni Bonn, Lehramt (NRW) | drei | Abschlussarbeit und Praxissemester nur einmal wiederholbar |
| KIT (Baden-Württemberg) | zwei, plus mündliche Nachprüfung | zweite Wiederholung nur auf Antrag beim Prüfungsausschuss, in der Regel innerhalb von zwei Monaten |
| FU Berlin (Berlin) | bis zu vier | mindestens zwei, höchstens drei Wiederholungen, ohne Regelung drei |
| TUM (Bayern) | keine feste Zahl | Studienfortschrittskontrolle mit Mindestcredits, GOP-Module je nach Fachprüfungsordnung höchstens zweimal |
Die Details hinter der Tabelle:
- RWTH. § 14 der Übergreifenden Prüfungsordnung: Bei nicht ausreichenden Leistungen können Prüfungen zweimal, die Bachelorarbeit kann einmal wiederholt werden. Wer in der zweiten Wiederholung einer Klausur eine 5,0 bekommt, hat auf Antrag Anspruch auf eine mündliche Ergänzungsprüfung. Heraus kommt eine 4,0 oder eine 5,0, und nach Täuschung oder Versäumnis gibt es sie nicht.
- Uni Bonn. Modulprüfungen dürfen maximal dreimal absolviert werden, Abschlussarbeit und Praxissemester nur einmal wiederholt.
- KIT. Eine nicht bestandene schriftliche Prüfung darfst du einmal wiederholen. Fällt auch die Wiederholung durch, folgt eine mündliche Nachprüfung, und die Note kann dann nicht besser als 4,0 sein. Eine zweite Wiederholung gibt es nur auf Antrag, in der Regel bis zwei Monate nach der Note. Dazu kommt die Orientierungsprüfung: Bestimmte Module sind bis zum Ende des zweiten Fachsemesters abzulegen, wer sie bis zum Ende des dritten nicht bestanden hat, verliert den Prüfungsanspruch, ohne zweite Wiederholung.
- FU Berlin. § 20 der Rahmenordnung: Prüfungsleistungen dürfen im Falle des Nichtbestehens mindestens zweimal, höchstens dreimal wiederholt werden. Regelt die Prüfungsordnung nichts, sind es drei. Den letzten Versuch nehmen mindestens zwei Prüfende ab.
- TUM. § 24 der APSO sagt, nicht bestandene Modulprüfungen können unter Beachtung der Fristen des § 10 beliebig oft wiederholt werden. Die Fristen sind die Grenze: bis zum Ende des dritten Fachsemesters mindestens 30 Credits, bis zum Ende des vierten 60, und so weiter. Bei der Grundlagen- und Orientierungsprüfung legt die Fachprüfungsordnung fest, ob höchstens zwei Versuche gelten oder nur die Fristen, für Physik sind es zwei Versuche und ein möglicher Drittversuch. Nach einer Täuschung gibt es nur noch eine Wiederholung, und an der TUM nicht bestandene Prüfungen können nur an der TUM wiederholt werden.
Der Verlust des Prüfungsanspruchs gilt bundesweit
Ist der letzte Versuch weg, ist das Modul endgültig nicht bestanden. Ist es ein Pflichtmodul, ist der Studiengang endgültig nicht bestanden. Die Folge ist die Exmatrikulation, und die Wirkung reicht über die eigene Universität hinaus.
Die Uni Bonn formuliert es so: Das endgültige Nichtbestehen greift für die spezifische Studiengangskombination an allen staatlichen Universitäten in Deutschland. Die TUM School of Natural Sciences schreibt für den Bachelor Physik, eine Zulassung in einem Bachelorstudiengang Physik an einer deutschen Universität wird in der Regel nicht möglich sein, und rät zu einem inhaltlich anderen Fach. Die Uni Tübingen (Baden-Württemberg) erklärt, ein verwandtes Fach ist typischerweise ausgeschlossen, ein inhaltlich verschiedener Studiengang bleibt möglich, und die aufnehmende Hochschule entscheidet. Die RWTH verlangt von Bewerbern, die anderswo endgültig nicht bestanden haben, vor der Einschreibung eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Prüfungsausschusses.
Rechne nie mit dem dritten Versuch als Plan. Vor dem letzten Versuch empfiehlt die RWTH in § 14 selbst die Fachstudienberatung.
Was gilt als Täuschung, und was ist mit KI?
Die Definition ist überall gleich. § 22 der TUM-Ordnung: Wer versucht, das Ergebnis einer Prüfung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, bekommt die Prüfung mit „nicht ausreichend“ bewertet. Das KIT sagt in § 11 dasselbe. Die Philosophische Fakultät der Uni Bonn nennt die Folgen: 5,0, eine Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße bis 50.000 Euro, und bei mehrfachen oder schweren Täuschungen kann der Rektor exmatrikulieren.
Bei KI sind die Regeln neu und nicht einheitlich.
- Goethe-Universität Frankfurt. Die Handreichung vom 8. Mai 2026 erlaubt KI, solange sie nicht die bewertungsrelevante Eigenleistung ersetzt. Korrekturen und Gliederungsvorschläge sind zulässig, ganze Absätze von der KI nicht. Die Arbeit muss angeben, in welchen Bereichen sie unterstützt wurde. Fehlt die Kennzeichnung, ist es ein Täuschungsversuch, und am Ende entscheidet der Prüfungsausschuss.
- Uni Bonn. KI wie ChatGPT ist grundsätzlich verboten, es sei denn, die Prüfenden erlauben sie ausdrücklich und für alle einheitlich. Ungenehmigte Nutzung ist ein Täuschungsversuch.
- TUM. § 22 erlaubt, Prüfungen mithilfe geeigneter Software auf nicht kenntlich gemachte Textpassagen zu prüfen. Mit der Abgabe stimmst du dieser Prüfung zu.
Der gemeinsame Nenner: Lies die Aufgabenstellung und die Eigenständigkeitserklärung, und nimm nichts an. Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist in Bonn verboten und in Frankfurt nur mit Kennzeichnung zulässig.
Wie siehst du deine Klausur ein, und wie legst du Widerspruch ein?
Einsicht ist ein Recht, Nachkorrektur nicht. Die RWTH muss dir nach Bekanntgabe der Noten Einsicht in die korrigierte Klausur geben, und die Korrekturen müssen erklärt werden können. Am KIT gilt für die Einsicht in schriftliche Modulprüfungen eine Frist von einem Monat nach Bekanntgabe. Das Justitiariat der Uni Köln sagt, die erste Kopie der Prüfungsakte ist nach DSGVO unentgeltlich, Musterlösungen sind nicht umfasst.
Widerspruch ist Verwaltungsrecht mit Frist. § 23 der RWTH-Ordnung: Gegen Entscheidungen in Prüfungsangelegenheiten ist der Widerspruch innerhalb eines Monats ab Bekanntgabe schriftlich beim Prüfungsausschuss einzulegen. Die TUM schickt jedes Semester einen Prüfungsbescheid und gibt dir einen Monat, um Fehler bei Fächern, Noten oder Semesterzuordnung zu rügen, danach ist er bestandskräftig. Ein Seminar der Wirtschaftswissenschaften der Uni Köln nimmt Nachkorrekturanträge nur bis zwei Wochen nach der Einsichtnahme an und schreibt dazu einen Satz, den du vor jedem Antrag lesen solltest: Nachkorrektur bedeutet nicht einen Anspruch auf nochmalige Durchsicht der Klausur. Du musst einen konkreten Bewertungsfehler benennen.
Über all das entscheidet der Prüfungsausschuss. An der RWTH besteht er in der Regel aus Vorsitz, Stellvertretung und fünf weiteren Mitgliedern, darunter zwei Studierende. Er ist die Adresse für Rücktritte, Atteste, Zweitwiederholungen, Täuschungsverdacht und Widersprüche.
Wann sind die Prüfungen?
Direkt nach der Vorlesungszeit, und bei vielen Fächern noch einmal kurz vor dem nächsten Semester. Das Prüfungsamt der Wirtschaftswissenschaften der Uni Münster prüft im Wintersemester 2026/27 vorgezogen vom 16. bis 22. Dezember 2026 und regulär vom 8. bis 26. Februar 2027. Die Volkswirtschaftslehre der Uni Hamburg (Hamburg) prüft vom 1. bis 12. Februar 2027 und noch einmal vom 15. bis 25. März. Die Vorlesungszeit an LMU, TUM, Köln, RWTH, Münster und Heidelberg endet am 5. oder 6. Februar 2027, und die Klausuren beginnen in der Woche darauf. Der ganze Kalender mit Rückmeldung und BAföG-Fristen steht in deinem Lernplan für das deutsche Semester.
Zwischen dem letzten Vorlesungstag und der ersten Klausur liegt in Münster ein Wochenende. Das ist keine Lernphase, sondern eine Kontrollphase für Altklausuren auf Zeit. Der Stoff wird in den Vorlesungswochen gelernt, oder er wird nicht gelernt.
Wie bereitest du dich darauf vor?
Wenn du das System siehst, Module mit festen Punkten, wenige Versuche, ein Wochenende vor den Klausuren, folgt der Plan von selbst.
- Rechne vom Prüfungstermin zurück. Setz die erste Klausur in den Kalender und zähl die Vorlesungswochen davor. Diese Zahl ist deine Lernzeit, nicht die Prüfungsphase.
- Lies die Lernziele im Modulhandbuch. Die Prüfung muss sie abprüfen, so verlangt es die RWTH. Mach aus jedem Lernziel eine Frage, und du hast das Skelett der Klausur.
- Hol dir Altklausuren in Woche drei. Fachschaften sammeln sie, Dozierende geben sie oft selbst heraus. Nicht zum Lösen, sondern um zu sehen, was in welcher Form gefragt wird.
- Mach aus jeder Vorlesung noch in derselben Woche Fragen. Aus dem Gedächtnis antworten ist Active Recall, die Fragen in wachsenden Abständen wiederholen ist Spaced Repetition. Zusammen sind sie der Grund, warum ein Wochenende Lücke reicht. Wie Karteikarten mit Wiederholungsplan das übernehmen, steht auf der Funktionsseite.
- Gewichte die Zeit nach Leistungspunkten. Neun Punkte sind dreimal drei Punkte. Gib dem Modul dreimal so viel Zeit, egal wie viele Stunden es im Stundenplan hat.
- Prüf die Prüfungsform, bevor du lernst. Für eine Klausur ohne Hilfsmittel musst du abrufen können, für eine Hausarbeit zitieren und argumentieren, und zwar vor der Frist.
- Nutze die letzten drei Wochen zur Kontrolle. Altklausuren unter Zeit, nicht erstes Lesen.
- Kenn deine Fristen. Abmeldung: drei Werktage vorher an der RWTH, Vortag am KIT, zwei Wochen an der FU. Attest: dritter Werktag. Widerspruch: ein Monat. Schreib sie in Woche eins in den Kalender.
Was du mit einem Semester Vorlesungsaufnahmen machst
Wo die Lehrperson das Aufnehmen erlaubt hat, sitzen im Januar viele mit 40 Stunden Audio und ohne Weg hinein. Was erlaubt ist und wie du fragst, steht in Vorlesungen aufzeichnen in Deutschland. Hast du die Erlaubnis, gilt:
- Nicht noch einmal anhören. Vierzig Stunden Audio sind eine Woche Lernzeit, passiv verbracht.
- Vom Transkript oder von Notizen aus arbeiten. Lesen, die drei oder vier Fragen aufschreiben, die die Vorlesung beantwortet, Datei schließen.
- Nach Punkten und Prüfungsform sortieren. Das Neun-Punkte-Modul mit Klausur ohne Hilfsmittel zuerst. Das Modul mit Studienleistung und Referat ist schon halb erledigt.
Wo Notibo hineinpasst
Die schwache Stelle in all dem ist die Vorlesung selbst. Du kannst keine wöchentlichen Fragen aus Notizen machen, die du nie geschrieben hast. Notibo nimmt eine Vorlesung auf oder nimmt eine hochgeladene Audiodatei und liefert Transkript, strukturierte Notizen und Karteikarten mit Spaced Repetition, damit die Fragen, die du in Woche zwölf wiederholst, aus dem kommen, was in Woche zwei gesagt wurde. Aus PDF, PPTX und DOCX macht es ebenfalls Notizen und Karteikarten, das deckt Folien und Skripte ab. Es arbeitet in 89 Sprachen, Deutsch ist voll unterstützt. Der kostenlose Tarif enthält 30 Aufnahmeminuten im Monat. Pro kostet 9,99 Euro im Monat mit sieben Tagen Probezeit im Monatsabo oder 99,99 Euro im Jahr. Uploads sind auf 50 MB begrenzt, lange Aufnahmen werden auf dem Handy in 30-Minuten-Dateien geteilt und zu einem Transkript zusammengefügt. Die Dateien liegen in der EU bei Supabase in Frankfurt, Transkription und KI-Notizen laufen bei US-Anbietern auf Grundlage von Standardvertragsklauseln. Eine Vorlesung aufzunehmen braucht die Erlaubnis der Lehrperson. Frag vorher.