Für gemeinsame Kurssets kann Quizlet ausreichen, solange dich die Grenzen seiner kostenlosen Lernmodi nicht stören. Für selbst geschriebene Karten mit langfristigem Wiederholungsplan ist Anki eine kostenlose Möglichkeit am Rechner und unter Android; AnkiMobile kostet einmalig 29,99 €. Knowt beschreibt Importwege für eigene Quizlet-Sets und lässt die Lernmodi kostenlos. Brainyoo und CoboCards bieten klassische Karteikästen von deutschen Anbietern. Der Vergleich zeigt auch, wo sich ein Wechsel nicht allein am Preis entscheiden lässt.
Preis- und Funktionsangaben wurden am 11. Oktober 2026 anhand offizieller Hilfecenter, Preisseiten, Handbücher und deutscher App-Store-Einträge geprüft. „Nicht belegt“ bezeichnet eine offene Frage in den geprüften Quellen. App-Store-Listen können mehrere Angebote enthalten; der Preis in deinem Konto ist entscheidend. Die Apps wurden für diesen Vergleich nicht praktisch getestet.
Was muss eine Karteikarten-App für dein Studium können?
Quizlet ist für viele die erste Karteikarten-App, oft schon aus der Schule. Im Studium ändert sich, was du brauchst. Die Stoffmenge pro Modul ist größer, die Klausur liegt Wochen nach der Vorlesung, und du lernst nicht mehr nur Vokabeln, sondern Definitionen, Herleitungen und Fallgruppen. Woran sich die Apps in diesem Vergleich unterscheiden, zeigen die folgenden Fragen.
Was bleibt frei, wenn du nichts zahlst?
„Kostenlos“ heißt bei jeder App etwas anderes. Bei der einen kannst du Karten durchblättern, aber den Lernmodus nur für eine begrenzte Zahl von Runden nutzen. Bei der anderen ist alles frei, nur die KI hat ein Monatslimit. Bei einer dritten ist die Zahl der Kartensätze begrenzt. Lies deshalb nicht das Wort „kostenlos“, sondern die Grenze dahinter. Sie steht in der Tabelle weiter unten.
Wer schreibt die Karten?
Du kannst eigene Karten schreiben, geteilte Sets übernehmen oder Entwürfe aus deinen Unterlagen erzeugen lassen. Entscheidend ist anschließend die Prüfung: Fragt eine Karte nur „Was ist ein Konfidenzintervall?“, ergänze eine eigene Anwendungsfrage zu einem Beispiel aus deiner Statistikübung. Kontrolliere Definition, Lösung und Kursbezug an der Quelle, bevor du die Karte regelmäßig lernst.
Wann kommt eine Karte wieder?
Bei Spaced Repetition richtet sich der nächste Wiederholungstermin nach deinem bisherigen Lernen. Sicher beherrschte Karten können später wiederkommen; vergessene müssen früher erneut geübt werden. Warum das beim Behalten hilft, erklärt der Artikel über Spaced Repetition. Für die Wahl der App zählt nur, ob sie einen Wiederholungsplan führt und ob du ihn auf allen Geräten hast. Quizlet zum Beispiel bietet seine verteilte Wiederholung nur auf der Website an, nicht in den Apps.
Wo liegen deine Karten?
Karteikarten wirken harmlos, aber in deinen Sets stecken Mitschriften, Fallnotizen und manchmal Material aus Praktika. Brainyoo, CoboCards und StudySmarter sitzen in Deutschland, Quizlet und Knowt in den USA. Ein deutscher Firmensitz sagt allerdings noch nichts über den Serverstandort. Für Brainyoo, CoboCards und StudySmarter ist der Speicherort der Karten hier nicht eindeutig belegt. Brainyoos Datenschutzerklärung der Lernplattform nennt allerdings US-Verarbeitung für bestimmte Zusatzdienste wie Firebase. Das ist nicht automatisch der Standort deiner Karten.
Wie sehen die Apps nebeneinander aus?
Die Tabelle fasst zusammen, was auf den Seiten der Anbieter steht. Preise in Euro stammen aus dem deutschen App Store oder von der deutschen Seite des Anbieters; Knowt zeigt auf seiner Website nur US-Dollar. Wo zwei Seiten eines Anbieters sich widersprechen, erklärt der Abschnitt zu diesem Anbieter beide Angaben.
| App | Kostenlos und Grenze | Werbung | KI-Karten | Spaced Repetition | Importiert Quizlet-Sets | Preis in Euro | Firmensitz oder Datenstandort |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Quizlet | Karten frei; „Lernen“ mit begrenzten Runden, „Testen“ ein Test pro Lernset | Ja, ohne Abo | Arbeitshilfen und Smart Assist; Arbeitshilfen in Deutschland ab 18 | Ja, nur auf der Website | Entfällt | Plus: 9,99 € und 44,99 € im App Store, Laufzeit nicht genannt | San Francisco; Dienstleister in den USA |
| Anki | Desktop, AnkiDroid und AnkiWeb kostenlos | Nicht angegeben | Keine im Handbuch beschrieben | Ja, FSRS oder SM-2 | Über den Textexport | AnkiMobile 29,99 € (Kaufpreis) | AnkiMobile-Anbieter in den USA; AnkiWeb in Rechenzentren in EU und USA |
| Brainyoo | App kostenlos; unbegrenzt viele Karten nur mit Premium, Grenze nicht angegeben | Ja, mit Premium ausblendbar | Nicht genannt | Ja, konfigurierbarer Langzeitmodus | Nicht genannt; CSV und XML | Shop: 4,99 € (1 Monat), 29,99 € (12 Monate); App Store: 4,99 € oder 5,99 € (1 Monat), 23,99 € oder 34,99 € (1 Jahr) | Wiesbaden; Kartenspeicher hier nicht belegt |
| CoboCards | 2 Kartensätze | Nicht angegeben | Nicht genannt | Pro: Algorithmus mit Erinnerungsmail | Nicht genannt; CSV und XML mit Pro | Pro 5 € (1 Monat) bis 18 € (6 Monate), kein Abo | Markdorf; Kartenspeicher hier nicht belegt |
| Knowt | Unbegrenzt Sets, alle Lernmodi; 1 KI-Zusammenfassung im Monat | Web: Ultra werbefrei; mobile App laut Update vom 11. September werbefrei | Ja | Ja | Importwege beschrieben; vor Wechsel prüfen | App Store: mehrere Stufen, z. B. 17,99 € oder 29,99 € im Monat | Lewes, Delaware; Rechenzentren vor allem in den USA |
| StudySmarter | App kostenlos nutzbar, Grenzen nicht angegeben | Ja, laut App Store | Ja, aus Dokumenten | Ja | Nicht angegeben | Premium im App Store 4,99 € bis 19,99 € im Monat, mehrere Stufen | München; Kartenspeicher hier nicht belegt |
| Notibo | 14 Tage Pro ohne Karte, danach 30 Minuten und 5 Dokumente im Monat, je Dokument bis zu 10 Karten | Keine | Ja, aus Aufnahmen (Pro) und aus PDF, PPTX, DOCX | Ja, mit Pro | Nein | Pro 9,99 € im Monat oder 88,99 € im Jahr | Dateien in Frankfurt; Transkription und KI bei US-Auftragsverarbeitern |
Zwei Dinge fallen auf. Einen Wiederholungsplan ohne Abo beschreiben Anki, Brainyoo und Knowt, und Quizlets Hilfeartikel zur verteilten Wiederholung nennt kein Abo, beschränkt sie aber auf die Website. Bei CoboCards gehört der Algorithmus dagegen zu Pro. Und nur Knowt nennt einen Weg, Quizlet-Sets direkt zu übernehmen; bei Anki geht es über den Textexport, den Quizlet für eigene Sets anbietet.
Was bekommst du bei Quizlet ohne Abo, und was kostet Plus?
Quizlet unterstützt geteilte Sets und Kurse für Lehrkräfte. Ohne Abo bleibt aber nur ein Teil der Lernmodi offen. Das Hilfecenter beschreibt die Grenzen genau, und der deutsche App Store zeigt die Preise in Euro.
- Ohne Abo lernst du mit Karteikarten, Übungsfragen und Aktivitäten, mit Werbung. So steht es in Quizlets Artikel Quizlet abonnieren.
- „Lernen“ gibt es ohne Abo nur mit einer begrenzten Zahl an Runden pro Lernset, „Testen“ mit einem Übungstest pro Lernset. Das steht im Hilfeartikel Mit Quizlet lernen.
- Auch Plus hat Monatsgrenzen. Auf Quizlets Upgrade-Seite wurden bei der Prüfung für Plus 20 Runden „Lernen“ und 3 Übungstests im Monat angezeigt, dazu werbefreies Lernen. Plus Unlimited hat diese Monatskontingente nicht, kann aber tägliche Sicherheitsgrenzen haben. Die siebentägige Probezeit war an das Jahresabo gebunden. Prüfe vor Abschluss das Angebot für dein Konto und Land.
- Im deutschen App Store steht Quizlet Plus mit 9,99 € und mit 44,99 €. Welche Laufzeit zu welchem Preis gehört, nennt die Liste nicht. Laut dem Artikel „Quizlet abonnieren“ gibt es Plus als Monats- und als Jahresabo; einen Euro-Preis für Plus Unlimited zeigt der App Store nicht.
Für dich heißt das: Wer nur Karten durchblättert, kommt ohne Abo aus. Wer vor einer Klausur mit „Lernen“ und „Testen“ arbeiten will, stößt schnell an die Grenze pro Lernset, und auch Plus zählt die Runden im Monat. Plus Unlimited erweitert die Nutzung, ist aber kein Versprechen ohne jede technische Grenze.
Warum suchen Studierende nach etwas anderem als Quizlet?
Die Grenzen in den Lernmodi und die Werbung stehen oben. Zwei weitere Gründe lassen sich ebenfalls an Quizlets eigenen Seiten festmachen: wer die Karten schreibt, also was Quizlet in Deutschland an KI anbietet, und wohin die Daten gehen.
- Die Arbeitshilfen, die aus Unterlagen eine Gliederung und ein Lernset bauen, gibt es in Deutschland erst ab 18 Jahren. Laut dem Hilfeartikel Mit Arbeitshilfen lernen stehen sie Nutzern offen, die Quizlet auf Englisch, Französisch oder Deutsch verwenden; ohne Abo ist der Zugang begrenzt.
- Der Chat Frag Quizlet ist nur in den USA freigeschaltet. So steht es im Hilfeartikel zu Frag Quizlet, für Nutzer ab 14 Jahren.
- Smart Assist macht aus Notizen, einer Datei oder einem Thema Kartenentwürfe, die du vor dem Veröffentlichen bearbeiten kannst, laut dem Artikel zu Smart Assist.
- Quizlet wird laut Hilfecenter mit Dienstleistern in den USA bereitgestellt. Der Artikel Schutz von Nutzerdaten nennt Standardvertragsklauseln, enthält zugleich einen älteren Privacy-Shield-Verweis. Er reicht deshalb nicht aus, um die aktuelle Vertragsgrundlage für vertrauliche Hochschuldaten zu beurteilen. Im App Store gibt Quizlet an, dass unter anderem Benutzerinhalte, Standort und Suchverlauf zum Tracking über Apps und Websites anderer Unternehmen verwendet werden können.
Der KI-Teil ist also da, aber nicht für alle. Wer unter 18 ist, etwa im ersten Semester, bekommt die Arbeitshilfen in Deutschland nicht. Und wer Mitschriften aus einem Praktikum in Sets packt, sollte wissen, dass sie bei US-Dienstleistern liegen.
Reicht Anki, wenn du nichts ausgeben willst?
Anki setzt andere Schwerpunkte als Quizlet: kein Abo, dafür ein Wiederholungsplan, den du selbst einstellst. Das lohnt sich vor allem, wenn sich über mehrere Jahre Tausende Karten sammeln, etwa bis zum Staatsexamen. Kosten und Funktionen stehen auf den Seiten des Projekts selbst.
- Die Version für Windows, Mac und Linux ist kostenlos, AnkiDroid für Android auch, und der Sync über AnkiWeb kostet nichts. So steht es auf der Anki-Startseite, die auch sagt, dass Käufe von AnkiMobile die Entwicklung finanzieren.
- AnkiMobile kostet im deutschen App Store 29,99 €, ohne In-App-Käufe. Anbieter ist Anki Software LLC in den USA.
- Anki plant mit FSRS oder dem älteren SM-2. Das Handbuch beschreibt FSRS als Alternative zu SM-2, die du in den Stapeloptionen einschaltest; die gewünschte Merkquote steht standardmäßig bei 90 Prozent. Das ist ein Zielwert des Planers, keine Garantie für deine Prüfungsergebnisse.
- Bilder abdecken geht seit Anki 23.10 ohne Erweiterung. Die Bildverdeckung beschreibt das Handbuch zum Bearbeiten; sie eignet sich für Abbildungen aus der Anatomie oder für Schaltpläne.
Was Anki nicht hat: eine Funktion, die aus deinen Folien Karten schreibt. Das Handbuch beschreibt keine. Wer über AnkiWeb synchronisiert, speichert seine Karten laut der Datenschutzerklärung von AnkiWeb in Rechenzentren in der EU und den USA. Deine eigenen Quizlet-Sets bekommst du über den Umweg Text hinein: Anki importiert Textdateien mit Komma, Semikolon oder Tab als Trenner. Quizlets Hilfecenter erklärt, dass du eigene Sets exportieren kannst, kopierte Sets fremder Leute aber nicht.
Was bieten Brainyoo und CoboCards aus Deutschland?
Beide sitzen in Deutschland, und bei beiden kannst du die bezahlte Stufe auch für einzelne Monate kaufen. KI-Funktionen nennen ihre Seiten nicht, dafür Lernmodi nach dem Prinzip des Karteikastens. Brainyoos Langzeitmodus lässt die Abstände je Kartenfach einstellen.
- Brainyoo nennt für Premium je nach Seite andere Preise. Im eigenen Shop stehen im Preisfeld 4,99 € für einen Monat und 29,99 € für zwölf Monate, inklusive 19 % Mehrwertsteuer; der Beschreibungstext derselben Produktseite nennt 29,00 Euro und 2,50 Euro im Monat. Im deutschen App Store stehen „BRAINYOO Premium (Monatlich)“ für 4,99 € und „(Jährlich)“ für 23,99 €, daneben „1 Monat“ für 5,99 € und „12 Monate“ für 34,99 €.
- Ohne Premium ist die Zahl der Karten begrenzt und Werbung eingeblendet. Laut Produktseite bringt Premium unbegrenzt viele Karten, XML-Export, werbefreies Lernen und eine Scan-Funktion, mit der du laut Startseite eine Vokabelliste einscannst und in Vokabelkarten umwandelst. Die genaue Grenze ohne Premium nennt Brainyoo nicht; der XML-Import ist auch ohne Premium dabei.
- CoboCards Free erlaubt zwei Kartensätze. Pro kostet laut Preisseite 5 € für einen Monat, 12 € für drei und 18 € für sechs Monate, als einmalige Zahlung ohne Abo. Erst Pro bringt den Algorithmus mit Erinnerungsmail und den Import von CSV und XML.
- Brainyoo sitzt in Wiesbaden, CoboCards in Markdorf. Das steht in den Impressen von Brainyoo und CoboCards. Der Speicherort deiner Karten ist damit noch nicht geklärt; er wurde für diesen Vergleich nicht eindeutig belegt.
Für wen lohnt sich das? Für dich, wenn du deine Karten selbst schreibst, einen deutschen Ansprechpartner willst und keine KI brauchst. CoboCards Pro für sechs Monate passt als Einmalzahlung zu einem Semester. Einen Import von Quizlet nennen beide nicht. Beide nehmen CSV-Dateien an, CoboCards erst mit Pro; ob dein Textexport aus Quizlet dort sauber ankommt, zeigt ein Test mit einem kleinen Set.
Wie weit kommst du mit Knowt und StudySmarter?
Knowt erklärt in seinem Hilfecenter Schritt für Schritt, wie Quizlet-Sets herüberkommen. StudySmarter ist eine Lernplattform aus München. Beide erzeugen Karten mit KI. Bei Knowt ist die Grenze klar beschrieben, bei StudySmarter steht sie nicht auf der Seite.
- Knowt lässt im kostenlosen Tarif alle Lernmodi für deine eigenen Sets frei: Learn, Practice Test, Spaced Repetition, Match und Flashcards. So steht es im Knowt Help Center. Begrenzt ist die KI: eine Zusammenfassung im Monat, egal ob aus PDF, Bild, Video, PowerPoint oder Aufnahme.
- Knowt beschreibt eine Chrome-Erweiterung und einen Textimport für Quizlet-Sets. Das beschreibt Knowts Anleitung zum Import. Dort steht auch, Quizlet erlaube den Export inzwischen nur mit Abo; Quizlets eigener Hilfeartikel nennt diese Bedingung nicht. Knowt warnt zudem, dass der Erweiterungsimport blockiert werden kann. Prüfe mit einem kleinen eigenen Set, ob Begriffe, Antworten und Sonderzeichen korrekt ankommen, bevor du alles umziehst.
- Ultra kostet auf der Preisseite 24,99 US-Dollar im Monat oder 149,99 US-Dollar im Jahr und ist werbefrei. Im deutschen App Store stehen mehrere Stufen in Euro, für „Student Ultra Monthly“ etwa 17,99 € und 29,99 €. Die App selbst gibt es dort nur auf Englisch.
- StudySmarter erstellt Karten aus deinen Dokumenten, indem du wichtige Stellen markierst, laut der Seite zu Karteikarten, und plant Wiederholungen mit einem Spaced-Repetition-Algorithmus. Premium steht im deutschen App Store in mehreren Stufen von 4,99 € bis 19,99 € im Monat, und laut App Store enthält die App Werbung.
Knowt ist damit ein Kandidat für den Umzug, wenn der Import in deinem Konto funktioniert und dich die englische Oberfläche nicht stört. Die iOS-Versionshinweise vom 11. September 2026 melden die mobile App als werbefrei; die Web-Preisseite nennt Werbefreiheit weiterhin bei Ultra. Die Daten liegen laut Knowts Datenschutzerklärung vor allem in Rechenzentren in den USA. Mehr zu StudySmarter als Lernplattform, zum Datenstandort und zu weiteren Alternativen steht im Vergleich der StudyFetch-Alternativen.
Welche App passt zu dir?
Die Wahl hängt weniger an der App als daran, woher deine Karten kommen und wie lange du sie brauchst. Ein Modul mit 200 Begriffen für eine Klausur in sechs Wochen ist ein anderes Problem als ein Staatsexamen nach fünf Jahren.
Wenn dein Kurs schon auf Quizlet lernt
Wenn dein Tutorium oder deine Lerngruppe Sets auf Quizlet teilt, prüfe zuerst, ob dir die vorhandenen Funktionen reichen. Die geteilten Sets sind Quizlets Stärke, und Karten durchblättern bleibt kostenlos. Legt jemand mit einem Lehrerkonto einen Kurs an und fügt die Sets dort hinzu, bekommen angemeldete Mitglieder laut Quizlets Hilfecenter „Lernen“ und „Testen“ ohne Grenze und ohne Werbung, solange sie über die Kursseite lernen.
Wenn du alles selbst schreibst und über Jahre lernst, ist Anki einen Test wert. Kein Abo, ein Wiederholungsplan, den du einstellen kannst, und am iPhone ein einmaliger Kaufpreis.
Wenn du einen deutschen Anbieter willst und keine KI brauchst, sieh dir Brainyoo und CoboCards an. Kläre bei vertraulichen Materialien Speicherorte und Unterauftragnehmer gesondert.
Wenn deine Karten erst entstehen müssen
Wenn du Quizlet verlassen, aber deine Sets mitnehmen willst, bietet Knowt dokumentierte Importwege und freie Lernmodi. Sichere vor dem Wechsel deinen eigenen Textexport.
Wenn du mit Folien, einem Skript oder einer Aufnahme startest und noch gar keine Karten hast, brauchst du ein Werkzeug, das aus dem Material Karten macht. Wie dieser Schritt aussieht, steht im Artikel Karteikarten aus Vorlesungen erstellen.
Lerne eine Woche lang mit der App deiner Wahl für ein laufendes Modul, bevor du ein Jahr bezahlst. Erst dann siehst du, ob die Grenzen deines Tarifs zu deinem Alltag passen.
Wo Notibo hineinpasst
Notibo ist keine Karteikarten-App wie Quizlet oder Anki. Es setzt einen Schritt früher an: bei der Vorlesung selbst. Mit der erforderlichen Erlaubnis nimmst du sie im Browser über das Mikrofon auf oder lädst eine Audiodatei hoch und bekommst ein Transkript, eine Zusammenfassung und Kernpunkte. Aus der Aufnahme macht Notibo im Tarif Pro Karteikarten und plant ihre Wiederholung mit Spaced Repetition.
Aus Folien und Skripten als PDF, PPTX oder DOCX entstehen ebenfalls Notizen und Karten. Audioaufnahmen sind auf zwei Stunden und Audio-Uploads auf 50 MiB begrenzt. Nach erfolgreicher Verarbeitung wird die Audiodatei gelöscht; Notibo bietet deshalb kein dauerhaftes Audioarchiv zum Nachhören. Wichtig, wenn du Karten gern umformulierst: Die Karteikarten in Notibo lassen sich nicht bearbeiten, und Quizlet-Sets kann Notibo nicht importieren. Wer an seinen Karten selbst feilen will, kombiniert besser: Notizen aus Notibo, Karten in einer App wie Anki.
Jedes neue Konto bekommt den Tarif Pro 14 Tage kostenlos, mit 240 Minuten Audio und ohne Kreditkarte. Die 14 Tage beginnen über den Startknopf oder mit der ersten Aufnahme und enden von selbst, danach wird nichts abgebucht. Das Konto bleibt dann im kostenlosen Tarif mit 30 Minuten Audio und fünf Dokumenten im Monat, jedes mit bis zu 10 Karteikarten. Pro kostet 9,99 € im Monat oder 88,99 € im Jahr, wie auf der Preisseite steht.
Die Dateien liegen bei Supabase in Frankfurt. Transkription und KI-Notizen laufen bei Auftragsverarbeitern in den USA unter den Standardvertragsklauseln der EU-Kommission; die Liste steht in der Datenschutzerklärung. Wie die Karten aus einer Vorlesung entstehen, zeigt die Seite zu den Karteikarten.
